RaphAga ist eine Annäherung ohne Berührung, eine Öffnung ohne Kontakt.

Agnieszka meldete sich überraschend bei mir.
Wir kannten uns ein bisschen und hatten schon seit Jahren nichts mehr von einander gehört.
Es war kurz vor Jahresende 2020 und sie brauchte etwas Abstand aus ihrem Alltag in Nürnberg.

Aus den geplanten 6 Wochen Aufenthalt in der Schweiz wurden schliesslich 2 Wochen.

Zu Beginn wusste ich nicht genau, was ich davon halten soll. Ich spürte aber, dass es mir gut tut nicht immer alleine zu sein und dass ich die Ruhe und Geborgenheit, die ich hier wo ich lebe gefunden habe, auch teilen möchte.

So besuchte mich Agnieszka Ende Januar 2021 und wir teilten uns mein zu Hause für zwei Wochen.
Jedes von uns verfolgte individuell seinen Arbeitsalltag, aber wir hatten auch beide das Bedürfnis zu sprechen und zu teilen, was uns beschäftigte.
Wir durchlebten beide eine emotional aufgewühlte Zeit und unser Austausch spendete uns beiden wieder Halt und Vertrauen.

Am Ende dieser zwei Wochen fragte ich Agnieszka, ob ich sie fotografieren darf.

Diese Arbeit zeigt für mich, dass zwischen uns Menschen ein riesen Potential liegt, wenn wir unsere Glaubenssätze ablegen und unsere Herzen gegenseitig öffnen,
ohne etwas zu wollen und ohne etwas zu erwarten. Im Speziellen zwischen Frau und Mann sehe ich so viel, dass ausgesprochen und erlebt werden möchte.
Wenn ich diesen offenen Austausch erfahren darf, so erlebe ich immer mehr als dass ich mir vorstellen könnte.
Eine Bereicherung die schwer in Worte zu fassen ist, aber für immer hält.